Der ultimative Leitfaden für Bahnreisen in der Schweiz: Panoramazüge, das Netz der Rhätischen Bahn und der Swiss Travel Pass

Die Schweiz gilt weltweit als das unbestrittene Mekka für Bahnbegeisterte, Individualreisende und Liebhaber spektakulärer Alpenlandschaften. Kein anderes Land der Erde verfügt über ein so dichtes, präzises und perfekt aufeinander abgestimmtes Schienennetz wie die Eidgenossenschaft. Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) sowie zahlreiche private und regionale Bahngesellschaften haben eine Infrastruktur geschaffen, die weit mehr ist als ein reines Verkehrssystem: Sie ist ein lebendiges Kulturgut, ein technologisches Meisterwerk und das komfortabelste Fenster zu den spektakulärsten Landschaften Europas.
Vom ewigen Eis der Viertausender im Wallis über die tiefen Täler Graubündens bis hin zu den palmengesäumten Ufern des Genfersees und des Tessins – in der Schweiz wird die Reise selbst zum unvergesslichen Ziel. Dieser umfassende Leitfaden führt Sie tief in die Welt des Schweizer Bahnreisesystems ein. Er beleuchtet das legendäre Streckennetz der Rhätischen Bahn, stellt die berühmtesten Panoramazüge vor und liefert Ihnen alle praktischen Daten zur optimalen Nutzung des Swiss Travel Passes.

1. Das Schweizer Taktwundersystem: Effizienz im Zeichen der Präzision

Wer das erste Mal mit der Bahn durch die Schweiz reist, stellt schnell fest, dass Verspätungen hier eine seltene Ausnahme sind. Die Grundlage dieses Erfolgs ist der sogenannte Integrale Taktfahrplan (ITF). Dieses System sorgt dafür, dass die Züge auf allen wichtigen Strecken mindestens im Stundentakt, auf Hauptachsen sogar im Halbstundentakt verkehren.
Die Bahnhöfe fungieren dabei als perfekt koordinierte Knotenpunkte: Züge aus allen Himmelsrichtungen treffen kurz vor der vollen oder halben Stunde ein, ermöglichen den Fahrgästen ein stressfreies Umsteigen innerhalb weniger Minuten auf den gegenüberliegenden Bahnsteigen und fahren fast zeitgleich wieder ab. Dieses System funktioniert über alle Betreibergrenzen hinweg. Ob Sie von einer roten Regionalbahn der Rhätischen Bahn in einen doppelstöckigen InterCity der SBB oder auf ein Postauto-Busnetz umsteigen – die Anschlüsse greifen wie die Rädchen eines Schweizer Uhrwerks ineinander.

2. Die Rhätische Bahn (RhB): Meisterwerk des Ingenieursbaus und UNESCO-Welterbe

Im Kanton Graubünden schlägt das Herz des alpinen Schienenverkehrs in einem ganz besonderen Takt. Die Rhätische Bahn (RhB) betreibt hier ein über 380 Kilometer langes Netz aus reinen Schmalspurbahnen (1.000 Millimeter Spurweite). Was Ende des 19. Jahrhunderts als kühnes Infrastrukturprojekt zur Erschließung abgelegener Bergstäler begann, gilt heute als eine der faszinierendsten Bahngesellschaften der Welt. Die Strecken der RhB überwinden extreme Steigungen und raue Gebirgslandschaften vollkommen ohne den Einsatz von Zahnradsystemen – rein im Adhäsionsbetrieb (Reibungsbetrieb).
          [Das spektakuläre Albulatal]
                       ||
  Chur (585m) ===> Thusis (697m) ===> Filisur (1032m) ===> St. Moritz (1775m)
                                         ||
                              [Landwasserviadukt]

Die Albula- und Berninalinie: Ein Welterbe der Menschheit

Im Jahr 2008 nahm die UNESCO die Kernstrecken der Albula- und Berninabahn in die Liste des Weltkulturerbes auf. Diese Auszeichnung würdigt die Linien als meisterhafte bauliche Meisterwerke, die sich in einzigartiger Weise harmonisch in die hochalpine Landschaft einfügen.
  • Die Albulabahn (Thusis – St. Moritz): Auf dieser rund 60 Kilometer langen Strecke überwindet die Bahn über 1.000 Höhenmeter. Um die Steigung für die Züge bewältigbar zu machen, gruben die Ingenieure ein komplexes System aus Kehrtunneln, Spiraltunneln und geschwungenen Viadukten in den nackten Fels. Das bekannteste Bauwerk ist das Landwasserviadukt bei Filisur: Eine 65 Meter hohe, elegant geschwungene Kalksteinbrücke, deren Schienen direkt in einer senkrechten Felswand im unbeleuchteten Landwassertunnel münden.
  • Die Berninabahn (St. Moritz – Tirano): Diese Linie ist die spektakuläre Fortsetzung über den Alpenhauptkamm hinweg bis ins italienische Tirano. Sie gilt als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt und bewältigt Steigungen von bis zu 70 Promille. Der Zug klettert ohne Zahnradhilfe hinauf zum Bahnhof Ospizio Bernina auf 2.253 Metern über dem Meeresspiegel – der höchstgelegene Durchgangsbahnhof Europas. Von dort stürzt sich die Strecke in engen Kehren hinab in die südländischen Gefilde des Veltlins. Ein architektonisches Highlight dieser Talfahrt ist das Kreisviadukt von Brusio, bei dem der Zug in einer 360-Grad-Kurve an Höhe verliert.

Das Gourmino-Erlebnis: Kulinarik und Nostalgie auf Schienen

Die Rhätische Bahn pflegt ihre historischen Traditionen intensiv. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der legendäre Gourmino-Speisewagen. Diese liebevoll restaurierten, in elegantem Royalblau gehaltenen Salonwagen stammen aus den 1930er-ahren und strahlen das Flair der Belle Époque aus.
In den Holztäfelungen der historischen Speisewagen erleben Reisende ein exklusives gastronomisches Erlebnis: Während draußen die spektakuläre Kulisse Graubündens vorbeizieht, serviert die Küchenbrigade frisch an Bord zubereitete, traditionelle Bündner Spezialitäten und mehrgängige Festtagsmenüs. Ob Capuns, saftiger Alpkäse oder feine Walnusstorten – das Gourmino-Erlebnis verbindet historische Bahnkultur auf höchstem Niveau mit regionaler Spitzenkulinarik.

3. Die berühmtesten Panoramazüge der Schweiz

Die Schweiz hat das Konzept des Bahnreisens durch den Einsatz speziell konstruierter Panoramazüge revolutioniert. Diese Züge verfügen über extrem weit nach oben gezogene, gewölbte Panoramafenster, die den Blick komplett freigeben auf die steilen Gipfel, tiefen Schluchten und schneebedeckten Wälder der Alpenwelt.
       [Die Route des Glacier Express]
                     ||
  Zermatt (1608m) =============> Oberalppass (2033m) =============> Chur (585m)
         ||                                                          ||
  [Matterhorn-Region]                                         [Graubünden-Netz]

Der Glacier Express: Der langsamste Schnellzug der Welt

Der Glacier Express ist der wohl berühmteste Zug der Schweiz. Seit 1930 verbindet er die beiden mondänen Bergresorts Zermatt am Fuße des Matterhorns und St. Moritz im Engadin (beziehungsweise Chur). Für die rund 291 Kilometer lange Strecke benötigt der Zug knapp acht Stunden. Diese bewusst langsame Fahrt ist jedoch ein Privileg: Sie führt über 291 Brücken, durch 91 Tunnel und überwindet spektakuläre geografische Barrieren.
  • Der Oberalppass: Der höchste Punkt der gesamten Reise wird am Oberalppass auf 2.033 Metern Höhe erreicht. Hier kämpft sich der Zug mithilfe von Zahnradabschnitten der Matterhorn Gotthard Bahn die steilen Hänge hinauf, umgeben von schneebedeckten Gipfeln und eisigen Bergseen.
  • Die Rheinschlucht (Ruinaulta): Ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt ist die Fahrt durch das „Grand Canyon der Schweiz“. Zwischen Ilanz und Reichenau hat sich der Vorderrhein tief in das weiße Kalkgestein gegraben. Der Glacier Express gleitet direkt am Flussufer entlang, vorbei an bizarren, steilen Felsformationen, die zu Fuß oder mit dem Auto kaum erreichbar sind.
  • Komfort auf Schienen: Während der Fahrt wird den Gästen in der 1. und 2. Klasse ein frisch in der Bordküche zubereitetes Mittagessen direkt am Sitzplatz serviert. Für absoluten Luxus sorgt die exklusive Excellence Class, die neben garantierten Fenstersitzplätzen eine eigene Bar, einen Concierge-Service und ein exquisites 5-Gänge-Menü inklusive Weinbegleitung bietet.

Der Bernina Express: Vom ewigen Eis zu den Palmen des Südens

Der Bernina Express verbindet den kalten Norden mit dem warmen Süden Europas auf einer viereinhalbstündigen Fahrt. Die Route führt von Chur oder St. Moritz über den Berninapass hinab ins italienische Tirano. Keine andere Bahnstrecke inszeniert den klimatischen und kulturellen Kontrast innerhalb so kurzer Zeit so drastisch.
  • Der Blick auf die Gletscher: Nach dem Passieren des Scheiteltunnels eröffnet sich an der Station Alp Grüm (2.091 Meter) ein spektakulärer Blick auf den mächtigen Palügletscher und den darunter liegenden See. Hier legen viele Züge einen kurzen Fotostopp ein, bei dem Fahrgäste die frische Alpenluft einatmen können.
  • Südländisches Flair: Nur eine Stunde später rollt der Zug durch die engen Straßen von Tirano. Die Tannen und Gletscher sind mediterranen Palmen, Oleanderbüschen und italienischen Renaissance-Fassaden gewichen.

Der GoldenPass Express: Die direkte Verbindung zweier Welten

Der GoldenPass Express ist ein technologisches Meisterwerk der jüngeren Bahngeschichte. Er verbindet die Zentralschweiz (Luzern und Interlaken im Berner Oberland) ohne Umsteigen mit den Weinbergen der Waadtländer Riviera in Montreux am Genfersee.
Das Problem über Jahrzehnte hinweg war die unterschiedliche Spurweite: Zwischen Interlaken und Zweisimmen liegen Normalspurgleise, ab Zweisimmen fährt die Bahn auf Schmalspur. Dank neu entwickelter, revolutionärer Spurwechsel-Drehgestelle kann sich der GoldenPass Express in Zweisimmen während der Fahrt innerhalb weniger Sekunden absenken, seine Spurbreite anpassen und nahtlos von Schmalspur auf Normalspur wechseln. Die Fahrt führt vorbei an den tiefen Seen des Berner Oberlands, durch das noble Gstaad und bietet beim Abstieg nach Montreux einen fantastischen Panoramablick über den tiefblauen Genfersee.

4. Das Ticket für alles: Der Swiss Travel Pass

Für internationale Gäste hat die Schweiz das einfachste und flexibelste All-in-one-Ticket für den öffentlichen Verkehr entwickelt: den Swiss Travel Pass. Wer im Besitz dieses Passes ist, benötigt für das gesamte Land keine einzelnen Fahrkarten mehr. Der Pass ist ein Paradebeispiel für kundenfreundliche Reiseorganisation.
       [Der All-in-One Swiss Travel Pass]
                       ||
  +--------------------+--------------------+

  |                                         |
  ==> Freie Fahrt auf dem Schienennetz       ==> Freie Fahrt auf den Postautobussen
  ==> Unbegrenzte Fahrten auf Linienschiffen ==> Kostenloser Eintritt in 500+ Museen
  ==> 50% Rabatt auf die meisten Bergbahnen

Die Inklusivleistungen im Überblick

Der Swiss Travel Pass bietet ein umfassendes Leistungspaket, das weit über das reine Bahnnetz hinausgeht:
  1. Freie Fahrt auf dem gesamten Schienennetz: Unbegrenzte Nutzung aller Züge der SBB sowie fast aller privaten Bahngesellschaften (einschließlich der Rhätischen Bahn, der Matterhorn Gotthard Bahn und der BLS).
  2. Freie Fahrt auf dem Postautobusnetz: Uneingeschränkter Zugang zu den gelben Postautos, die auch die abgelegensten Bergdörfer, Passhöhen und Wandergebiete anbinden.
  3. Freie Fahrt auf den großen Seen: Der Pass gilt als vollwertiges Ticket für die Linienschiffe auf dem Vierwaldstättersee, Thunersee, Brienzersee, Zürichsee und dem Genfersee. Eine Fahrt mit einem historischen Raddampfer ist somit komplett inklusive.
  4. Kostenlose Nutzung des Nahverkehrs: Freie Fahrt mit Tram, Bus und S-Bahn in über 90 Schweizer Städten und Gemeinden.
  5. Museums-Pass inklusive: Kostenloser Eintritt in über 500 Museen und Schlösser im ganzen Land, darunter das berühmte Schweizer Museum für Verkehr in Luzern oder das historische Schloss Chillon in Montreux.
  6. Vergünstigungen bei Bergbahnen: Während Ausflüge auf Rigi, Stanserhorn und Stoos komplett im Pass inbegriffen sind, gewähren die meisten anderen Bergbahnen und Zahnradbahnen (wie die berühmte Gornergratbahn in Zermatt oder die Jungfraubahn) einen großzügigen Rabatt von 50 Prozent.

Flexibilität und Klassenwahl

Der Swiss Travel Pass ist für eine Dauer von 3, 4, 6, 8 oder 15 aufeinanderfolgenden Tagen erhältlich. Für Reisende, die ihre Fahrttage flexibler aufteilen möchten, gibt es den Swiss Travel Pass Flex, der es erlaubt, die gebuchten Freifahrtstage innerhalb eines Monats frei zu wählen.
Der Pass wird sowohl für die 1. Klasse als auch für die 2. Klasse angeboten. Während die zweite Klasse in Schweizer Zügen bereits einen extrem hohen Komfort, große Sauberkeit und bequeme Sitze bietet, zeichnet sich die erste Klasse durch eine deutlich großzügigere Bestuhlung (meist 2+1-Anordnung statt 2+2), noch größere Ruhebereiche, viel Platz für Gepäck und eine entspannte Atmosphäre selbst zu Stoßzeiten aus.

Wichtiger Hinweis zu Reservierungen

Obwohl der Swiss Travel Pass als Generalabonnement gilt und Sie in fast jeden regulären Zug einfach einsteigen können, gibt es für die speziellen Panoramazüge eine wichtige Ausnahme: Für den Glacier Express und den Bernina Express ist aufgrund der exklusiven Wagen und des begrenzten Platzangebots eine obligatorische Sitzplatzreservierung erforderlich. Diese Reservierungsgebühr muss zusätzlich zum Besitz des Passes entrichtet werden und variiert je nach Saison und Fahrtstrecke. Die reguläre Fahrkarte hingegen ist durch den Swiss Travel Pass vollständig abgedeckt.

5. Eine perfekte Beispiel-Route: Das „Christmas Dream“-Erlebnis

Um die Vielfalt des Schweizer Bahnsystems in seiner vollen Pracht zu erleben – besonders in der winterlichen Hochsaison –, hat sich eine klassische Route bewährt, die die bekanntesten Highlights miteinander verknüpft. Diese Route orientiert sich an exklusiven Premium-Rundreisen und führt durch die schönsten Regionen des Landes.
  [Luzern] ===(Lucerne-Interlaken Express)===> [Montreux] ===(SBB/MGB)===> [Zermatt]
                                                                              ||
  [Chur] <========(Glacier Express Premium)====================================+
    ||
    +===> [Bernina Express Tagesausflug] ===> Tirano (Italien)
    +===> [Gourmino-Weihnachtsspezialzug] ===> Arosa

Tag 1: Ankunft in Luzern & Schweizer Verkehrshaus

Die Reise beginnt mit der Fahrt nach Luzern, das malerisch am Vierwaldstättersee liegt. Nach dem Check-in in einem komfortablen Stadthotel steht der Besuch des Schweizer Museums für Verkehr (Verkehrshaus) auf dem Programm. Es ist das vielseitigste und meistbesuchte Museum des Landes und zeigt auf beeindruckende Weise die Geschichte der Mobilität – von historischen Dampfloks über Pioniere der Luftfahrt bis hin zur modernen Raumfahrt. Am Abend lädt die beleuchtete Kapellbrücke zu einem ersten Spaziergang ein.

Tag 2: Über die Pässe an die Waadtländer Riviera

Mit dem komfortablen Lucerne-Interlaken Express geht es am Morgen los. Der Zug schlängelt sich vorbei an steilen Felswänden und über den Brünigpass ins Berner Oberland. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Interlaken steigen Sie in den hochmodernen GoldenPass Express um. Er bringt Sie direkt nach Montreux am Genfersee. Das milde Mikroklima dieser Region erlaubt es, dass hier Palmen vor der Kulisse der schneebedeckten Alpengipfel gedeihen. Ein Spaziergang entlang der Seepromenade zum Schloss Chillon rundet den Tag ab.

Tag 3: Hinein ins alpine Herz nach Zermatt

Die Reise führt weiter mit den Zügen der SBB durch das breite Rhonetal bis nach Visp. Hier wechseln Sie auf das Schmalspurnetz der Matterhorn Gotthard Bahn, die sich durch das steil ansteigende Mattertal nach oben kämpft. Am Mittag erreichen Sie das autofreie Bergdorf Zermatt, das komplett vom majestätischen Panorama von 38 Viertausendern dominiert wird. Am Nachmittag nutzen Sie die Zahnräder der Gornergratbahn, um auf die 3.089 Meter hohe Aussichtsplattform zu gelangen. Von dort bietet sich ein unverbauter Blick auf das Matterhorn.

Tag 4: Ein Tag im Glacier Express

Heute steht der unbestrittene Höhepunkt für Bahnliebhaber an: Die ganztägige Fahrt im Premium-Glacier-Express von Zermatt nach Chur. Der Zug durchquert den 15 Kilometer langen Furka-Basistunnel, erklimmt die Kehren zum Oberalppass auf über 2.000 Metern Höhe und gleitet schließlich durch die monumentalen weißen Felswände der Rheinschlucht. Während der Fahrt wird Ihnen ein feines Mittagessen direkt an Ihrem Panoramasitzplatz serviert. Am Abend erreichen Sie Chur, die älteste Stadt der Schweiz, deren historische Altstadt komplett autofrei ist.

Tag 5: Das Bernina-Abenteuer und das Gletscher-Fondue

Von Chur aus starten Sie am Morgen zu einem Tagesausflug mit dem Bernina Express. Der Zug nutzt die UNESCO-geschützte Albulastation, überquert das Landwasserviadukt und klettert hinauf zum Berninapass. Nach der spektakulären Abfahrt ins italienische Tirano bleibt Zeit für einen Espresso und einen kurzen Altstadtspaziergang.
Auf der Rückfahrt am Nachmittag steigen Sie an der legendären Bergstation Alp Grüm aus. Inmitten der rauen Bergwelt, mit direktem Blick auf den Palügletscher, genießen Sie in einem gemütlichen Bergrestaurant ein traditionelles, wärmendes Schweizer Käsefondue, bevor Sie am Abend im Panoramawagen wieder zurück nach Chur fahren.

Tag 6: Exklusiver Gourmino-Festtagszug nach Arosa

Der Tag beginnt mit einer geführten historischen Stadtwanderung durch die engen Gassen von Chur. Am späten Nachmittag wartet ein ganz besonderes bahnhistorisches Juwel auf Sie: Eine exklusive Sonderfahrt im historischen Gourmino-Speisewagen der Rhätischen Bahn auf der spektakulären Arosabahn-Strecke. Der Zug bewältigt auf nur 26 Kilometern Länge tausend Höhenmeter und überquert das monumentale Langwieser Viadukt. An Bord wird Ihnen während der Fahrt ein feines 3-Gänge-Wintermenü serviert. Ein unvergesslicher Abschluss, der Bahngeschichte und Kulinarik perfekt verbindet.

Tag 7: Individuelle Heimreise

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel verabschieden Sie sich von der Schweizer Bergwelt. Mit den schnellen InterCity-Zügen der SBB geht es zurück zu den Grenzbahnhöfen Basel, Schaffhausen oder Konstanz, von wo aus Sie Ihre individuelle Heimreise antreten.

6. Praktische Reisetipps für Ihren Schweizer Bahnurlaub

Damit Ihre Schienenreise durch die Eidgenossenschaft absolut reibungslos verläuft, sollten Sie die folgenden Experten-Tipps beachten:
  • Die SBB Mobile App nutzen: Die offizielle App der Schweizerischen Bundesbahnen ist das mächtigste Werkzeug für jeden Reisenden. Sie liefert Fahrpläne, Gleisangaben und Verspätungen aller Transportunternehmen im Land in Echtzeit. Zudem verfügt sie über einen integrierten digitalen Coach, der Ihnen anzeigt, in welchem Sektor des Bahnsteigs die erste oder zweite Klasse hält und wie hoch die voraussichtliche Auslastung des Zuges sein wird.
  • Gepäcklogistik optimieren: Das Reisen mit schweren Koffern kann beim Umsteigen mühsam sein. Die SBB bietet einen komfortablen, landesweiten Gepäckservice an. Sie können Ihr Gepäck an fast jedem größeren Bahnhof aufgeben, und es wird vollkommen automatisch an Ihr Zielhotel transportiert, sodass Sie tagsüber nur mit einem leichten Tagesrucksack in den Panoramazügen reisen.
  • Verpflegung an Bord: Während die großen Panoramazüge über eigene Bordküchen und Restaurants verfügen, lohnt es sich für reguläre InterCity-Fahrten, sich vorab an den Bahnhöfen einzudecken. Die größeren Schweizer Bahnhöfe verfügen über hervorragend sortierte Supermärkte (wie Migros, Coop oder Denner), die auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet haben und frische Sandwiches, Salate und Getränke zu regulären Preisen anbieten.


7. Fazit: Eine Liebeserklärung an das Reisen auf Schienen

Eine Bahnrundreise durch die Schweiz ist weit mehr als eine komfortable Alternative zum Auto oder Flugzeug. Es ist eine bewusste Entscheidung für eine entschleunigte, nachhaltige und visuell atemberaubende Art des Reisens. Das perfekte Zusammenspiel von technologischer Höchstleistung – wie den Spurwechselzügen des GoldenPass Express oder den Kehrtunneln der Rhätischen Bahn – und der tiefen Verankerung des Schienenverkehrs im Alltag der Bevölkerung macht dieses Land einzigartig.
Eingebettet in den Komfort des Swiss Travel Passes und getragen von der sprichwörtlichen Schweizer Pünktlichkeit, wird jeder Kilometer auf den Schienen zu einem Fest für die Sinne. Wer einmal das ewige Eis der Gletscher aus den Panoramafenstern des Bernina Express bewundert hat oder bei einem feinen Fondue im Gourmino-Wagen durch die Winternacht geglitten ist, wird das Reisen auf Schienen mit ganz neuen Augen sehen.

Wenn Sie Ihre konkrete Reiseplanung für die Schweizer Alpen nun weiter vertiefen möchten, helfen mir ein paar zusätzliche Angaben, um die Details perfekt abzustimmen. Lassen Sie mich gerne Folgendes wissen:
  • Ihre bevorzugte Reisezeit (planen Sie eine Reise im winterlichen Märchen-Schnee oder möchten Sie die Alpen im Frühling und Sommer bereisen?)
  • Ihre gewünschte Hotelkategorie (bevorzugen Sie urige, historische Traditionshotels oder moderne Wellness-Resorts?)
  • Ihre kulinarischen Vorlieben (möchten Sie den Fokus auf exklusive Gourmet-Menüs im Zug legen oder die lokale Gastronomie in den Städten erkunden?)

info@beachcom.ch

Enjoy an exclusive nostalgic gourmet experience in the Gourmino dining car & alpine romance on rails

When the scent of cinnamon and roasted almonds fills the air, fairy lights bathe the streets in a warm golden glow, and gentle Christmas melodies can be heard, the most magical time of the year begins.

Join us for a festive winter journey through Switzerland aboard the panoramic trains Glacier Express, Bernina Express and GoldenPass Express, combined with a culinary experience in the nostalgic Gourmino dining car of the Rhaetian Railway.

  • Duration:
    7 days
  • Trains and railways:
    Albula Railway
    Bernina Express / Bernina Railway / Bernina Express Pullman Class
    Glacier Express
    Gornergrat Railway
    Rhaetian Railway
    Muottas Muragl Funicular
  • Countries and regions:
    Switzerland, the Alps, Graubünden, Valais

Enjoy a comfortable Christmas journey aboard Switzerland’s most renowned trains!