Leitfaden für Costa Rica Rundreisen: Naturwunder, Aktivitäten, Kultur, Gruppenreisen und Reisegesundheit im Land des „Pura Vida“

Costa Rica, ein kleines, aber biologisch spektakuläres Land auf der zentralamerikanischen Landbrücke, gilt weltweit als der unbestrittene Pionier des nachhaltigen Ökotourismus. Eingebettet zwischen dem Karibischen Meer im Osten und dem Pazifischen Ozean im Westküstenbereich, vereint dieser Staat eine schier unvorstellbare Dichte an Ökosystemen auf engstem Raum. Obwohl Costa Rica kaum größer ist als das Bundesland Niedersachsen, beherbergt es mehr als fünf Prozent der gesamten weltweiten Biodiversität. Es ist ein lebendiges Freiluftlaboratorium, in dem tropische Regenwälder, neblige Wolkenwälder, aktive Vulkansysteme und unberührte Traumstrände nahtlos ineinander übergehen.
Für anspruchsvolle Naturbegeisterte, Abenteurer und Planer von exklusiven Fernreisen bietet Costa Rica ein perfekt strukturiertes Reiseökosystem. Das Land hat sich unter dem weltberühmten Lebensmotto „Pura Vida“ (reines Leben) einer Philosophie verschrieben, die den Schutz der Natur mit einem tiefen, entspannten Lebensgefühl verbindet. Wer eine Rundreise durch diesen Garten Eden Mittelamerikas plant, steht jedoch vor strategischen Fragen: Welche Nationalparks sind absolute Pflicht? Welche Aktivitäten garantieren das intensivste Dschungelerlebnis? Wie funktioniert die Anreise, und welche medizinische Vorsorge ist für die verschiedenen Klimazonen notwendig?
Dieser umfassende, suchmaschinenoptimierte Leitfaden liefert Ihnen alle Antworten auf diese Fragen. Wir analysieren die unmissverständlichen Highlights, die besten Outdoor Aktivitäten, die kulturellen Besonderheiten, die Vorteile von organisierten Gruppenreisen sowie alle logistischen, sprachlichen und gesundheitlichen Rahmenbedingungen für eine unvergessliche Traumreise durch Costa Rica.

1. Die unmissverständlichen Highlights: Was man in Costa Rica gesehen haben muss

Eine klassische Rundreise durch Costa Rica führt meist in einer strategisch optimierten Schleife von der zentralen Hochebene zu den geschützten Kanälen der Karibikküste, weiter durch das vulkanische Kernland und endet schließlich an den sonnenverwöhnten Stränden des Pazifiks. Die folgenden Destinationen bilden das absolute Fundament einer jeden Costa Rica Rundreise.

San José: Das geschäftige Tor im Zentraltal

Die costa-ricanische Hauptstadt San José liegt im geografischen Herzen des Landes, eingebettet in das fruchtbare Zentraltal (Valle Central). Sie ist der logistische Ausgangspunkt fast jeder Fernreise und bietet einen faszinierenden Einblick in das urbane Leben des Landes.
  • Das Nationaltheater (Teatro Nacional): Ein architektonisches Prachtstück aus dem späten 19. Jahrhundert. Finanziert durch die historischen Kaffeebarone des Landes, besticht das Gebäude durch seine neoklassizistische Fassade, prunkvolle Marmorstatuen und ein im europäischen Stil gestaltetes Foyer.
  • Das Präkolumbianische Goldmuseum: Dieses unterirdisch angelegte Museum unter der geschäftigen Plaza de la Cultura beherbergt eine der größten Sammlungen präkolumbianischer Goldartefakte in ganz Lateinamerika. Die Exponate dokumentieren die außergewöhnliche Handwerkskunst und die spirituelle Welt der indigenen Völker Costa Ricas vor der Ankunft der spanischen Eroberer.
  • Der Zentralmarkt (Mercado Central): Gegründet im Jahr 1880, ist dieser riesige, überdachte Markt ein Fest für die Sinne. In den engen Gängen drängen sich Stände mit exotischen Früchten, frischem Kaffeepulver, Heilkräutern und traditionellen Kunsthandwerken. Es ist zudem der beste Ort, um in einer der kleinen Sodas (einheimische Familienrestaurants) ein authentisches Mittagessen zu genießen.

Der Tortuguero-Nationalpark: Das Amazonas-Erlebnis der Karibik

An der nordöstlichen Karibikküste liegt der Tortuguero-Nationalpark, ein absolut einzigartiges Schutzgebiet, das ausschließlich per Boot oder Kleinflugzeug erreichbar ist. Aufgrund seines weitverzweigten Systems aus natürlichen Flüssen, Lagunen und künstlichen Kanälen wird Tortuguero oft ehrfürchtig als das „Amazonas Costa Ricas“ bezeichnet.
  • Die Bootsfahrten durch die Dschungelkanäle: Das eigentliche Highlight in Tortuguero ist das lautlose Gleiten in Booten durch die engen, von dichtem Regenwald überschatteten Kanäle. Vom Wasser aus lassen sich die Tiere des Dschungels in einer Frequenz beobachten, die zu Fuß kaum vorstellbar wäre. Reisende treffen hier regelmäßig auf majestätische Kaimane, Flussotter, Weißkapuziner- und Brüllaffen, dreizehige Faultiere sowie eine unendliche Vielfalt an exotischen Vögeln wie den farbenprächtigen Tukan.
  • Die Schildkrötenbrutplätze: Der Name Tortuguero leitet sich vom spanischen Wort für Schildkröte (Tortuga) ab. Der kilometerlangen Sandstrand des Parks ist der bedeutendste Nistplatz im gesamten westlichen Atlantik für die gefährdete Grüne Meeresschildkröte. Ein absolutes Highlight ist die Teilnahme an einer geführten Nachtwanderung, bei der man die riesigen Urzeittiere bei der Eiablage unter strengen ökologischen Auflagen beobachten kann.

Der Vulkan Arenal und La Fortuna: Das seismische Kraftzentrum

Im nördlichen Tiefland ragt der Vulkan Arenal wie eine perfekte, kegelförmige Pyramide majestätisch aus der umliegenden Dschungellandschaft empor. Bis zum Jahr 2010 galt er als einer der aktivsten Vulkane der Erde; heute befindet er sich in einer Ruhephase, fasziniert jedoch nach wie vor durch seine seismische Präsenz und die geothermische Aktivität der Region.
  • Wanderungen über alte Lavafelder: Der Arenal-Vulkan-Nationalpark bietet spektakuläre Wanderwege, die direkt durch die erstarrten Lavafelder der großen Ausbrüche von 1968 und 1992 führen. Das Gehen über das schwarze, schroffe Gestein, während langsam die Natur das Terrain zurückerobert, ist ein tief beeindruckendes Erlebnis.
  • Die Thermalquellen von La Fortuna: Durch die unterirdische Magmakammer des Vulkans werden zahlreiche Flüsse der Region auf natürliche Weise erhitzt. Rund um das Städtchen La Fortuna haben sich erstklassige Resorts etabliert, die ihren Gästen kaskadenförmige, in tropische Gärten eingebettete Thermalbäder bieten. Es gibt kaum ein erholsameres Erlebnis, als nach einer anstrengenden Dschungelwanderung in den mineralreichen, heißen Quellen zu entspannen.

Der Nationalpark Rincón de la Vieja: Vulkaneffekte hautnah

Weiter nordwestlich, in der Provinz Guanacaste, liegt der Nationalpark Rincón de la Vieja. Dieses Schutzgebiet unterscheidet sich landschaftlich stark von den feuchten Regenwäldern des Ostens und bietet einen faszinierenden Einblick in die geothermischen Urkräfte der Erde.
  • Brodelnde Schlammlöcher und Fumarolen: Auf den gut ausgebauten Rundwegen des Sektors Las Pailas erleben Reisende vulkanische Aktivität aus nächster Nähe. Der Boden dampft und zischt, überall brodeln graue Schlammtöpfe (Pailas de Barro), heiße Schwefelquellen treten an die Oberfläche und Fumarolen stoßen heiße Gase in die Luft. Es ist eine surreale Landschaft, die intensiv nach Schwefel riecht und die unbändige Kraft unseres Planeten demonstriert.
  • Trockenwald-Ökosystem: Der Park schützt zudem wichtige Bestände des seltenen tropischen Trockenwaldes. Hier leben Leguane, Nasenbären (Coatis) und die seltenen, farbenfrohen Motmots (Sägeracken-Vögel).

2. Die besten Aktivitäten: Abenteuer und Natur hautnah erleben

Costa Rica ist kein Land für einen reinen Busurlaub – es ist eine Destination, die aktiv erlebt, erwandert und erforscht werden möchte. Die touristische Infrastruktur des Landes hat Aktivitäten entwickelt, die maximale Adrenalinkicks mit absolutem Respekt vor der Natur verbinden.

Das Wandern auf den Arenal-Hängebrücken

Eine der spektakulärsten Methoden, um den tropischen Regenwald aus einer völlig neuen Perspektive zu erforschen, ist der Besuch eines Hängebrückenparks, wie dem berühmten Mistico Arenal Hanging Bridges Park.
  • Das Leben in den Baumkronen: Der Großteil des Lebens im Regenwald spielt sich nicht auf dem schattigen Waldboden ab, sondern in den lichtdurchfluteten Baumkronen, dem sogenannten Canopy. Auf einem mehrere Kilometer langen Rundweg überqueren Reisende eine Reihe von gigantischen, stabilen Hängebrücken, die in bis zu 60 Metern Höhe direkt durch die Wipfel der Urwaldriesen gespannt sind.
  • Der visuelle Vorteil: Auf Augenhöhe mit schlafenden Faultieren, bunten Schmetterlingen und seltenen Orchideenarten zu wandern, bietet unvergleichliche Fotomotive und ein tiefes Verständnis für die vertikale Schichtung des Dschungels.

Die Adrenalingarantie: Canopy- und Ziplining-Touren

Costa Rica gilt als die Geburtsstätte des modernen Ziplining. Was ursprünglich von Wissenschaftlern entwickelt wurde, um die Baumkronen des Nebelwaldes zu erforschen, ist heute die beliebteste Abenteuer-Aktivität des Landes.
  • Das Prinzip: Gut gesichert in einem Klettergurt, eingeklinkt in ein stabiles Stahlseil, rasen die Teilnehmer von Plattform zu Plattform über die tiefen Schluchten und Baumwipfel des Regenwaldes. Einige der längsten Bahnen des Landes (wie in Monteverde) erstrecken sich über mehr als einen Kilometer Länge und bieten im sogenannten „Superman-Stil“ (bäuchlings fliegend) einen absolut atemberaubenden Blick über die Landschaft.

Der perfekte Badeaufenthalt: Die Traumstrände von Sámara

Nach einer intensiven Rundreise durch die Nationalparks ist ein mehrtägiger Badeaufenthalt an den pazifischen Traumstränden der Nicoya-Halbinsel die ideale Option zur Regeneration. Der Küstenort Sámara gilt hierbei als absoluter Geheimtipp.
  • Die Bucht von Sámara: Der Strand von Sámara zeichnet sich durch feinen, hellen Sand und eine hufeisenförmige Bucht aus, die durch ein vorgelagertes Korallenriff perfekt vor den starken Strömungen des offenen Pazifiks geschützt ist. Das Wasser ist angenehm warm und extrem ruhig, was Sámara zu einem der sichersten und entspanntesten Badestrände des gesamten Landes macht.
  • Saisonaler Höhepunkt im November: Für Reisende, die im November nach Costa Rica kommen, bietet Sámara ein ganz besonderes Naturschauspiel. Am nahegelegenen Pazifikstrand besteht die optionale Möglichkeit, an einer geführten Nachtwanderung zur Schildkrötenbeobachtung teilzunehmen. Unter der Leitung von zertifizierten Guides kann man beobachten, wie die Meeresschildkröten aus den Wellen steigen, um im weichen Sand ihre Eier abzulegen.

3. Kultur, Sprache und das „Pura Vida“-Lebensgefühl

Wer Costa Rica verstehen möchte, darf sich nicht nur auf die Tierwelt konzentrieren, sondern muss in die herzliche, friedvolle Kultur der Einwohner eintauchen, die sich selbst stolz als Ticos (Männer) und Ticas (Frauen) bezeichnen.

Die Philosophie des Pura Vida

Der Ausdruck „Pura Vida“ ist in Costa Rica allgegenwärtig. Er wird als Begrüßung, als Abschied, als Dankeschön oder als Ausdruck der allgemeinen Zufriedenheit genutzt. Es ist die sprachliche Manifestation einer tief verankerten Lebensphilosophie: Die Menschen in Costa Rica schätzen das, was sie haben, leben im Moment, minimieren Stress und begegnen ihren Mitmenschen mit einer extremen, ehrlichen Freundlichkeit. Costa Rica hat bereits im Jahr 1948 seine Armee verfassungsmäßig abgeschafft und die freiwerdenden Gelder konsequent in das Bildungs- und Gesundheitssystem sowie in den Naturschutz investiert – eine politische Entscheidung, die bis heute den tiefen Stolz und den friedlichen Charakter der Gesellschaft prägt.

Die Landessprache und Kommunikation

Die offizielle Amtssprache in Costa Rica ist Spanisch. Das costa-ricanische Spanisch gilt als besonders klar, melodisch und gut verständlich, da die Ticos im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern relativ langsam sprechen.
  • Englischkenntnisse: Dank des hervorragenden Bildungssystems und der langjährigen touristischen Tradition des Landes sprechen fast alle Mitarbeiter im Tourismus, in den Hotels, Nationalparks und Restaurants hervorragend Englisch. Auch jüngere Ticos in den Städten kommunizieren fließend auf Englisch.
  • Kultureller Respekt: Dennoch öffnet ein freundliches „Buenos días“ (Guten Tag), „Gracias“ (Danke) oder ein fröhlich zugerufenes „Pura Vida“ sofort die Herzen der Einheimischen. Es zeigt, dass man sich als Gast um den Respekt vor der lokalen Kultur bemüht.

4. Die Anreise und die innerdeutsche Logistik

Die Anreise aus Mitteleuropa in das Naturparadies Costa Ricas ist dank moderner Flugverbindungen unkompliziert und komfortabel organisiert.

Flugverbindungen nach San José

Der wichtigste internationale Zielflughafen des Landes ist der Aeropuerto Internacional Juan Santamaría (SJO) in San José.
  • Flugoptionen: Renommierte europäische Fluggesellschaften (wie Lufthansa, Condor, Air France oder KLM) bieten regelmäßige Linienverbindungen ab Frankfurt am Main an. Je nach gewählter Fluggesellschaft handelt es sich um komfortable Nonstop-Flüge (Flugzeit ca. 11 bis 12 Stunden) oder optimierte Umsteigeverbindungen über europäische oder nordamerikanische Hubs.
  • Innerdeutsche Logistik: Ein moderner Qualitätsreiseveranstalter wie Bavaria Fernreisen inkludiert in seine Costa Rica Pakete standardmäßig ein Rail & Fly Ticket der 2. Klasse. Dies ermöglicht den Reisenden eine völlig stressfreie, umweltfreundliche und flexible Anreise mit den Zügen der Deutschen Bahn (inklusive der Nutzung des schnellen Intercity-Express – ICE) von jedem beliebigen deutschen Bahnhof direkt zum Flughafen Frankfurt und wieder zurück.

5. Das Reisen in der Gruppe: Die ideale Form der Durchführung

Gerade für ein Land mit einer so komplexen Natur und Geografie wie Costa Rica bietet eine organisierte Basis Gruppenreise unschätzbare Vorteile gegenüber dem klassischen Individualtourismus.

Die Vorteile der Kleingruppe (Max. 16 Teilnehmer)

Beachcom.ch setzt bei seinen Costa Rica Touren auf eine strikte Begrenzung der Gruppengröße auf maximal 16 Teilnehmer. Diese Limitierung ist kein Zufall, sondern eine ökologische und logistische Notwendigkeit:
  • Tierbeobachtung im Dschungel: Wenn man mit einer kleinen, überschaubaren Gruppe auf den schmalen Pfaden der Nationalparks unterwegs ist, ist der Geräuschpegel minimal. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, scheue Tiere wie Faultiere, Affen oder seltene Vögel aus nächster Nähe zu entdecken, dramatisch.
  • Flexibilität und Gruppendynamik: Eine Kleingruppe bewegt sich deutlich schneller und flexibler. Der Reiseleiter kann spontane Stopps am Straßenrand einlegen, wenn plötzlich ein schläfriges Faultier in den Telegrafenmasten gesichtet wird oder eine Gruppe von Nasenbären die Fahrbahn kreuzt.
  • Unterkünfte mit Charakter: Große Reisegruppen mit 40 Personen müssen zwangsläufig in riesigen, unpersönlichen Bettenburgen untergebracht werden. Eine Kleingruppe hingegen kann in charmanten, authentischen Dschungel-Lodges und inhabergeführten Mittelklassehotels (wie der Laguna Lodge in Tortuguero oder dem Hotel Giada in Sámara) übernachten, die sich harmonisch in die Natur einfügen.

Die Brücke zur Natur: Der deutschsprachige Reiseleiter

Ein zertifizierter, lokaler und deutschsprachiger Reiseleiter ist das wertvollste Asset Ihrer Costa Rica Rundreise. Die Guides in Costa Rica durchlaufen eine extrem anspruchsvolle, staatliche Ausbildung und verfügen über ein enzyklopädisches Wissen über Flora, Fauna, Geologie und die Geschichte ihres Landes. Sie führen auf den Wanderungen meist ein professionelles Spektiv (Stativ-Fernrohr) mit sich. Dadurch können sie selbst die winzigsten, perfekt getarnten Pfeilgiftfrösche oder schlafende Fledermäuse im dichten Grün des Urwalds für die Reisenden sichtbar machen und faszinierende Einblicke in die komplexen Symbiosen des Regenwaldes geben.

6. Gesundheit auf Reisen: Medizinische Vorsorge und Prävention

Costa Rica verfügt über das modernste, fortschrittlichste und effizienteste Gesundheitssystem in ganz Lateinamerika. Die medizinische Versorgung in den privaten Kliniken der Hauptstadt sowie die Netzwerke der Landärzte entsprechen westlichen Standards. Dennoch erfordert das Reisen in tropische Zonen eine bewusste Vorbereitung.

Impfungen und tropenmedizinische Beratung

Es gibt für Reisende, die direkt aus Europa einfliegen, keine gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtimpfungen für die Einreise nach Costa Rica. Eine medizinische Beratung beim Hausarzt oder einem Tropenmediziner sollte ca. 4 bis 6 Wochen vor der Abreise stattfinden.
  • Standard-Impfungen: Überprüfen Sie den routinemäßigen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und Polio und frischen Sie diesen bei Bedarf auf.
  • Empfohlene Reise-Impfungen: Dringend empfohlen wird ein Impfschutz gegen Hepatitis A. Bei Langzeitaufenthalten oder Reisen in extrem abgelegene Regionen können zudem Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus medizinisch sinnvoll sein.

Mückenschutz: Die wichtigste Prävention

Da Costa Rica ein tropisches Land ist, sind Stechmücken ein natürlicher Bestandteil des Ökosystems. Sie können in bestimmten Regionen Krankheiten wie das Dengue-Fieber, das Zika-Virus oder das Chikungunya-Virus übertragen.
  • Malaria: Das Malaria-Risiko ist in Costa Rica als extrem gering einzustufen und beschränkt sich fast ausschließlich auf sehr ländliche, untouristische Provinzen an der nicaraguanischen Grenze. Die Mitnahme einer Standby-Medikation ist im Regelfall nicht notwendig; die klassische Route gilt als malariafrei.
  • Konsequenter Mückenschutz: Da die Überträger von Dengue-Fieber (die Aedes-Mücke) tagaktiv sind, ist der konsequente Mückenschutz die wichtigste Säule der Gesundheitsprävention. Nutzen Sie tagsüber im Regenwald und in den Abendstunden hochwertige Repellents mit einem hohen Anteil des Wirkstoffs DEET oder Icaridin. Tragen Sie bei Dschungelwanderungen solide Wanderschuhe lange, helle und leichte Kleidung.

Lebensmittel- und Wasserhygiene

Ein großer Pluspunkt Costa Ricas: In den allermeisten Regionen des Landes, einschließlich der Hauptstadt San José und den touristischen Hauptzentren, hat das Leitungswasser Trinkwasserqualität.
  • Sicherheitshalber Flaschenwasser: Um den Magen-Darm-Trakt auf Fernreisen keinem unnötigen Stress auszusetzen, empfiehlt es sich für empfindliche europäische Reisende dennoch, primär auf originalverschlossenes Flaschenwasser zurückzugreifen, das überall kostengünstig zur Verfügung steht.
  • Lebensmittelsicherheit: Die hygienischen Standards in den Restaurants und den traditionellen Sodas sind hervorragend. Der Verzehr von frischen Fruchtsäften (Refrescos naturales), tropischen Früchten und knackigen Salaten ist in Costa Rica im Regelfall völlig unbedenklich.

Zusammenfassende Vergleichs-Matrix: Costa Ricas Destinationen im Überblick

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Parameter der führenden costa-ricanischen Regionen zusammen, um Ihnen die Orientierung bei der Routenplanung zu erleichtern.

Destination / Nationalpark Führende Natur- & Tierhighlights Charakteristik des Ökosystems Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer Wichtigster Ausrüstungstipp
San José & Zentraltal Nationaltheater, Goldmuseum, Zentralmarkt, koloniale Architektur. Urbane Hochebene, mildes Gebirgsklima. 1 bis 2 Nächte Bequeme Stadtwanderschuhe, leichte Jacke für die kühleren Abende.
Tortuguero-Nationalpark Grüne Meeresschildkröten (Eiablage), Kaimane, Faultiere, Tukane, Affen. Tropischer Tieflandregenwald, Labyrinth aus Flusskanälen. 2 Nächte Hochwertiger Regenponcho, wasserdichte Schutzhülle für die Kamera.
Vulkan Arenal (La Fortuna) Perfekter Vulkankegel, Lavafelder, geothermale heiße Quellen, Hängebrücken. Tropischer Regenwald, vulkanisch geprägtes Kernland. 2 Nächte Festes, profiliertes Schuhwerk für die Lavagestein-Wanderungen.
Rincón de la Vieja Brodelnde Schlammtöpfe, Fumarolen, Schwefelquellen, Trockenwald. Tropischer Trockenwald, aktiver Vulkankomplex. 2 Nächte Leichtes, atmungsaktives Mückenschutz-Hemd, Sonnenschutz.
Pazifikküste (Sámara) Geschützte Badebucht, optionaler Turtle Nesting Night Walk (November). Tropischer Pazifikstrand, maritimes Ökosystem. 3 Nächte Badesachen, biologisch abbaubare Sonnenmilch, Taschenlampe für Nachtgänge.

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